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Populisten
Hallo, Frage in die Runde: wie geht man am besten mit "Populisten" um, die sich rationalen Argumenten entziehen?
Ich verspüre bei solchen Begegnungen häufig Wut, Hilflosigkeit und Resignation. Schubladen wie "bildungsfern", "dumm", "abgehängt" helfen in der Sache nicht wirklich weiter.
Was kann man tun?




Hatte das schon in einer anderen Gruppe geschrieben:
Ich weiß gar nicht, ob es da eine Antwort darauf gibt. Diejenigen, die gar keine Lust mehr darauf haben sich mit Argumenten auseinanderzusetzen, sind Menschen, die man wohl über einen Zeitraum von vielen Jahren verloren hat. Die wird man nicht damit bekommen, dass man sich 5 Minuten mit denen unterhält.
Ich glaube im Augenblick ist es wohl das Beste, wenn man sich einfach nicht in so etwas hineinsteigert. Ruhig bleiben, sachlich sein und das Gespräch nur so weit führen, bis bestimmte Grenzen nicht überschritten werden. Wenn man merkt, dass die Person gegenüber das Gespräch sowieso nicht ernst nimmt (oder einen selber), dann muss man sich nicht als Lebensziel die Missionierung anderer setzen. :-D
Ich hab gemerkt, dass wenn man sich von einigen die Emotionen, die Wut, die Anti-Haltung in einer Diskussion nicht aufzwingen lässt, wenn man wirklich Interesse zeigt und auch offen für die Dinge ist, dass man sich auch ganz gut austauschen kann.
Wenn es natürlich zu der Gruppe von Menschen kommt, von der ich glaube, dass du diese gemeint hast, dann wird man gegen Trotz und einer destruktiven Einstellung nicht großartig ankommen. :/
Ähnlich geht es mir auch. Ich will solche Leute eigentlich davon überzeugen, dass ihre Argumente haltlos sind. Ich will nicht ausweichen und solche Themen vermeiden, sondern diskutieren. Aber ich weiß auch nicht, wie man eine solch in sich geschlossene Denkweise "aufbrechen" kann. Es geht ja nicht darum, sie von ihren Grundlegenden Prioritäten und Überzeugungen abzubringen, sondern nur daran zu appellieren, dass sie Fakten in ihre Argumente mit einbeziehen. Vielleicht hilft es, auf emotionaler Ebene in so eine Diskussion einzusteigen, um eine gemeinsame Basis zu haben und von dort aus mit rationaler Argumentation zu diskutieren. Aber das wird wahrscheinlich meistens nicht wirklich funktionieren...
Nichts außer absolutes Desinteresse zeigen. Was ist schon ein Populist dem keiner zuhört.
Werde selber zum Populisten, ernsthaft! Wenn du in einer Gruppe bist, lass den anderen als den Idioten darstellen den er ist. Klappt super.
Same. Wenn sie rational diskutieren wollen, super, aber wenn nicht, würde ich das Thema vermeiden (nachdem ich klargestellt habe, was meine Position ist) oder die Person vermeiden, je nachdem in welchem Kontext ich sie kenne. Ich finde es wichtig, mit Leuten zu diskutieren, die andere Meinungen als ich haben, aber nur, wenn sie sich auf eine faktenfundierte, respektvolle Diskussion einlassen.
Ich finde, Populisten bekommen viel zu viel Aufmerksamkeit. Das bestärkt sie doch nur in ihrem antisozialen Verhalten. Wer vor Flüchtlingsheimen randaliert und dafür mit Fernsehübertragungen dieses Geschehens "belohnt" wird, freut sich über die Aufmerksamkeit, die er damit erreicht. Dabei verdient er doch eigentlich nichts Anderes als Verachtung!
Man kann und soll über alles diskutieren, aber nur, wenn ein zivilisatorisches Mindestniveau gewahrt ist. Denen, die darunter bleiben, muss gezeigt werden, dass man sich nicht mit ihnen an einen Tisch setzt.
Gar nicht auf eine Diskussion einlassen - je mehr man versucht, mit den Leute rational zu kommunizieren, desto irrationaler werden sie. Leider.
Finde ich auch. Wenn es um (herkömmliche) soziale Medien geht, tendiere ich eher dazu, sie einfach zu ignorieren. Das bringt natürlich auch niemanden weiter, aber die Sache kann viel zu schnell eskalieren, und dafür ist das Leben zu kurz.
Ich kenns - ich würde auch gerne jedes Mal was sagen aber es bringt einfach nichts.